Plastikvermeidung: Unser täglich Gift

Vielleicht hat man schon eine leise Vorahnung… Wenn etwas nach Plastik riecht oder das Getränk aus der Flasche danach schmeckt, ist es bestimmt nicht gesund.

Die Vermutung wird durch zahlreiche Studien belegt: Die im Plastik enthaltenen Stoffe wie Weichmacher (Phthalate) oder das berüchtigte Bisphenol-A (BPA) lösen sich und landen in unseren Lebensmitteln. Aber auch über Hautkontakt gelangen die Stoffe in unseren Körper.

Nur um eine Auswahl der Auswirkungen zu nennen kann ihre hormonelle Wirkung zu Krebs, Unfruchtbarkeit, Fettleibigkeit oder Diabetes führen und zusätzlich das Erbgut verändern oder den Hormonhaushalt stören. Bei Kindern können starke Entwicklungsstörungen auftreten, sowohl im Mutterleib als auch in den ersten Lebensjahren und während der Pubertät.

Nicht jedes Plastik ist gleich gefährlich. Auf den meisten Verpackungen findet sich ein Dreieck mit einer Zahl von 1 bis 7 und ggf. einem Kürzel (PE o.Ä.). Diese Kennzeichnungen werden als Recycling-Codes bezeichnet und geben Auskunft über die Inhaltstoffe.
Grundsätzlich gilt: 2,4 und 5 sind weniger schädlich als 1,3 und 6.
7 ist eine Mischung anderer Plastikarten und kann deshalb nicht genau eingestuft werden.
Trotzdem sind auch die weniger schädlichen Produkte auf keinen Fall unbedenklich!

Was also tun?

Da hilft nur noch: Plastikvermeidung

  • Alles was geht lose statt eingeschweißt kaufen (z.B. Wochenmarkt, Bio-Läden, „Unverpackt“-Läden, aber vermehrt auch in normalen Supermärkten)
  • Bei Verpackungen lieber zu Glas statt Plastik greifen (z.B. Säfte und Milchprodukte in Gläsern)
  • Aufbewahrungsalternativen z.B. aus Edelstahl, Glas o.Ä. (z.B. Edelstahlbrotdose, Edelstahltrinkflasche oder Trinkflasche aus Glas, „Bee’s Wrap“ statt Frischhaltefolie)
  • Holzbretter und Messer mit Holzgriff statt Plastik
  • Pappschnellhefter statt Hefter aus Plastik
  • Kosmetikprodukte ohne Mikroplastik
  • Siehe auch: Müllvermeidung – die Kaufentscheidung macht’s
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Wer sucht, der findet: Zu beinahe allen Produkten gibt es nahezu plastikfreie Alternativen.

Knapp zusammengefasst: Glas, Edelstahl und Holz sind gute und vollkommen unbedenkliche Alternativen für Plastik.
Allerdings sind die schädlichen Stoffe bereits soweit in die Natur vorgedrungen, dass auch Plastikvermeidung keine vollkommende Garantie für unbedenkliche Lebensmittel ist.

Weitere Informationen:
Eingeschweißt und abgepackt – Lebensmittel – Dokumentation

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